
14.09.26 –
Bündnis 90/Die Grünen haben bei der Kommunalwahl am 13. September in Neu Wulmstorf 11,62 Prozent der Stimmen erhalten. Das sind 1,18 Prozentpunkte mehr als 2021, als das Ergebnis bei 10,44 Prozent lag. In absoluten Zahlen entfielen 920 Stimmen mehr auf die Partei als vor fünf Jahren. Für einen fünften Sitz reichte der Zuwachs nicht: Die Grünen stellen weiterhin vier der 33 gewählten Sitze im Gemeinderat. Die Wahlbeteiligung stieg deutlich — von 54 Prozent im Jahr 2021 auf 62,5 Prozent.
Für die Grünen ziehen Babett Ohlen, Jens Kock, Sabine Wirtz und Yanneck Band in den Gemeinderat ein.
Erstmals seit langem wieder ist Neu Wulmstorf mit einem grünen Mandat im Kreistag des Landkreises Harburg vertreten: Yanneck Band, Kassierer des Ortsverbands und bereits in der vergangenen Wahlperiode Ratsmitglied, gewann einen Kreistagssitz. „Das ist für uns das eigentliche Ergebnis dieses Wahlabends", sagt Sabine Wirtz, Vorstandsmitglied des Ortsverbands. „Vieles, was Neu Wulmstorf betrifft, wird nicht bei uns entschieden, sondern in Winsen — Schulen, Nahverkehr, Klimaschutz auf Kreisebene. Dort saß seit langem keiner mehr von uns am Tisch. Das ändert sich jetzt." Yanneck Band: „Ich freue mich auf die Herausforderung, und darauf, meine persönlichen Themen – die Finanzen und das Ehrenamt – zukünftig auch im Kreistag vertreten zu dürfen. Danke an alle, die dies mit ihrer Stimme ermöglicht haben.“
Jens Kock zum Ergebnis des Wahlabends: „920 Stimmen mehr als vor fünf Jahren — das sind mindestens 300 Menschen mehr, die sich für uns entschieden haben. Darüber freuen wir uns. Für einen fünften Sitz hat es am Ende nicht gereicht, und auch das gehört zur Wahrheit dieses Abends."
Bei der zeitgleichen Bürgermeisterwahl wurde Amtsinhaber Tobias Handtke mit 80,56 Prozent klar im Amt bestätigt. Der Ortsverband hatte seine Kandidatur einstimmig unterstützt und gratuliert ihm zur Wiederwahl.
Der Ortsverband hat diesen Wahlkampf anders geführt als 2021: mit Haustürgesprächen im Gemeindegebiet, mit Frühverteilern am Bahnhof, mit einer Postwurfsendung und mit einer verstärkten Präsenz auf Instagram. Getragen haben das ehrenamtliche Mitglieder, die dafür Urlaubstage, Feierabende und frühe Morgenstunden aufgewendet haben.
Ein Satz von einer Haustür ist Sabine Wirtz dabei im Gedächtnis geblieben: „Das finde ich ja toll, dass Sie sich die Mühe machen, Ihr Wahlprogramm persönlich vorbeizubringen. Ich schaue es mir gerne an." Wirtz dazu: „Ob diese Frau uns am Ende gewählt hat, weiß ich nicht. Aber sie hat sich unser Programm angesehen. Mehr kann ein Wahlkampf ehrlicherweise nicht leisten — den Rest entscheiden andere. Mein Dank geht an alle, die uns ihre Stimme gegeben haben. Und an die, die mit uns diskutiert haben, ohne uns zu wählen. Auch das ist Demokratie."
Inhaltlich bleibt der Ortsverband bei seinen Schwerpunkten: dem Ausbau der erneuerbaren Energien in der Gemeinde, der Anpassung an ein Klima, das sich auch in Neu Wulmstorf verändert, und der Frage, wie Mobilität für alle vor Ort organisiert werden kann. Auch die Umwandlung des Freibads in ein Naturbad bleibt auf der Tagesordnung — der Rat hatte den entsprechenden Antrag im Februar 2026 zur Kenntnis genommen, im Doppelhaushalt 2026/27 aber keine Mittel dafür vorgesehen.
„Kommunalpolitik ist die Ebene, auf der man die Folgen der eigenen Entscheidungen im Supermarkt erklären muss", sagt Babett Ohlen, direkt gewähltes Ratsmitglied. „Ich halte das für einen Vorzug, nicht für eine Last. Vier Sitze im Rat und einer im Kreistag sind fünf Gelegenheiten, das zu tun."
Bild: Yanneck Band, neues Kreistagsmitglied und wiedergewähltes Gemeinderatsmitglied von Bündnis 90/Die Grünen
Kontakt: Sabine Wirtz, Presse · hallo@g-nw.de
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